Winter

Respektiere deine Grenzen

Klar. Ein frisch verschneiter Hang stellt für alle Wintersportbegeisterten eine Augenweide und pure Verlockung dar. Nur: Für andere Bergbewohner ist mitunter genau dieser Hang Lebensraum – und der Winter Überlebenskampf. Die Suche nach Nahrung wird für die Tiere in der kalten Jahreszeit zusehends schwieriger, ihr Energieverlust durch die Kälte ist höher – so sind die Bewohner alpinen Terrains einer ständigen Belastungsprobe ausgesetzt.

Schenke Frei- und Lebensraum:

Was tun? Genau. Stress bestmöglich von ihrer Umgebung fernhalten. Egal ob Reh- oder Rotwild, Fuchs oder Schneehühner: Sie alle suchen ihren Weg, die kalte Jahreszeit zu überleben. Gönnen wir ihnen den benötigten Freiraum – und respektieren ihre Grenzen!

Wir alle sind Vorbilder

Auch wenn jede und jeder Einzelne alleine keine Berge versetzen kann: Wir alle sind Vorbilder. Vielleicht schaut sich dein unbedachtes Gegenüber genau deine Verhaltensweise ab. Wir bitten dich daher auch eventuelle kurzfristige Sperrungen zu respektieren.

Regelungen zum Schutz der Wildtiere und des Waldes

Folgende Regelungen sind zum Schutz der Wildtiere und des Waldes unerlässlich und haben in ganz Vorarlberg Gültigkeit:

1. Skifahren im freien Gelände

Außerhalb von Waldflächen ist das Befahren mit Wintersportgeräten bei ausreichender Schneelage prinzipiell erlaubt, sofern Flächen nicht durch Aufschriften oder andere Vorkehrungen abgesperrt werden.

2. Abfahrten im Wald

Generell gilt ein freies Betretungsrecht im Wald. Im Bereich von Aufstiegshilfen bzw. Liften ist das Abfahren in den Wald jedoch nur auf markierten Pisten und Skirouten erlaubt. Unter dem „Bereich von Aufstiegshilfen" ist jene Entfernung zu verstehen, die von der Bergstation einer Aufstiegshilfe erreicht werden kann, ohne dass ein Fußmarsch von dreißigminütiger Dauer in Kauf genommen werden muss, jedenfalls aber ein Bereich von 500 m zu beiden Seiten der Aufstiegshilfe, Piste oder der markierten Abfahrt. Jungwuchsflächen mit einem Bewuchs unter 3 m Höhe dürfen nicht betreten werden. Dadurch wird die Neu- und Wiederbewaldung sichergestellt.

3. Wildruhezonen und Jagdliche Sperrgebiete

Wildruhezonen sollen dazu dienen, Rückzugsräume in besonders störungsintensiven Gebieten für unsere Wildtiere zu bewahren. In diesen sensiblen Zonen gilt ein generelles Wegegebot. Schneeschuhwanderungen und Skitouren dürfen somit nur entlang ausgewiesener Straßen und Wege unternommen werden. Wildfütterungen sind im Umkreis von 300 m zu meiden.

Danke, dass du

…dir Zeit nimmst, dich über die Kampagne „Respektiere deine Grenzen“ zu informieren.

…mit deinem Verständnis und Handeln hilfst, Erholungs- und Rückzugsorte in der Natur nicht mit Verbotsschildern überhäufen zu müssen.

…dein gewonnenes Wissen weitergibst. Mache deine Mitmenschen auf Fehler aufmerksam.

Für Mensch und Natur

Der Schutz des alpinen Lebensraums bedeutet Überleben für die Tiere – und zugleich Bestandssicherung des Schutzwaldes. Denn: Von ihren Futterplätzen aufgescheuchte Tiere naschen mit Vorliebe an den Trieben junger Bäume des Schutzwaldes. Nicht weiter schlimm? Doch. Und zwar für Mensch und Natur. Der Schutzwald wird dadurch massiv geschwächt, dessen Schutzfunktion gegen Steinschlag, Erdrutsch und Schneelawinen geht zusehends verloren. Und das wiederum gefährdet Siedlungen gleichermaßen wie Wintersportlerinnen und Wintersportler. Ein Teufelskreis, der einfach verhindert werden kann. Mit etwas Respekt vor Grenzen.